Konrad Zuse: Erfinder, Unternehmer, Philosoph und Künstler

Bestseller biografie
Helmut Böttiger
Michael Imhof Verlag
ISBN 3865687431
1 Gebundene Ausgabe
Neupreis EUR 11,18
und 1 weitere Angebote ab EUR 11,18
Bewertungen: Bestseller biografie (2)
   

Konrad Zuse ist Insidern seit langer Zeit bekannt. In Deutschland gilt er als Erfinder des Computers, doch die Welt außerhalb Deutschlands hat dies so nicht akzeptieren können. Zuse, der von 1910 bis 1995 immer in Deutschland lebte, entwickelte in der Nazizeit den ersten programmierbaren und programmgesteuerten Rechner: Z4. Doch die Machthaber erkannten nicht das Potential für Computer und unterstützen Zuse zu wenig, sodass seine Entwicklungsideen nicht weit kamen. Zuse lies seiner Kreativität freien Lauf und schuf hunderte von Gemälden, die auch in dem neuen Buch über den innovativen Informatiker (Helmut Böttiger: “Konrad Zuse: Erfinder, Unternehmer, Philosoph und Künstler”) angemessen gewürdigt werden. Böttiger schafft es seinen Protagonisten plastisch zu beschreiben. Entstanden ist ein interessantes Buch, dass auch neue Aspekte von Zuses Schaffen deutlich werden lässt, die Lebenslinie von Zuse wird spannend aufbereitet.

Der künstlerisch begabte junge Zuse hat Schwierigkeiten mit dem zunächst ausgesuchten Studium, Informatik konnte man in den 1930er-Jahren nicht in Deutschland studieren. Zuse plagte sich mit Fotografie und Werbedesign ab, ärgerte sich aber oft darüber, wenn er ziemlich viele, ziemlich geistlose Rechenaufgaben zu erledigen hatte. Hier wäre eine universelle Rechenmaschine, ein Computer, hilfreich, doch den gab es damals noch nicht. Ab Mitte der 1930er-Jahre begann daher Zuse bei sich zu Hause mit der Entwicklung einer universellen Rechenmaschine. Zehntausende von Blechteilen mussten dafür gestanzt und zusammenmontiert werden. Doch es war noch ein weiter Weg, bis der erste Computer in Betrieb genommen werden konnte.

Zwei Lebensabschnitte von Zuse prägen das Buch und es wird auch auf künstlerische und philosophische Fragen der Informatik eingegangen. Zuses bahnbrechende Überlegungen zur künstlichen Intelligenz sind bis heute noch nicht in der Praxis der Informatik voll anerkannt. In der Summe ist Böttiger mit dem informativ gestalteten Buch eine überzeugende Würdigung von Konrad Zuse gelungen.

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